Von Tag zu Tag : Nadelstich-Taktik

Stefan Jacobs freut sich über den Tipp der Bahn zum Baumschlagen

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Die Bahn lädt am dritten und vierten Adventswochenende zum Weihnachtsbaumschlagen ein – in die märkischen Metropolen Alt-Madlitz, Gut Hesterberg bei Neuruppin, ins Museumsdorf Glashütte bei Baruth und nach Wiesenburg. Hin kommt man laut DB „gut und bequem“ im Regionalzug plus Busshuttle oder Kremser. Doch die spannendere Frage ist: Wie kommt man zurück? Kaum hat man sich selbst mit geneigtem Kopf fensterseitig im Oberdeck des Regionalzugs verstaut, wird eine dreiköpfige Familie zusteigen und einen bitten, das Bäumchen auf den Schoß zu nehmen. In Berlin steigt man dann in die S-Bahn um, wo die Mitreisenden die Nadelstiche als willkommene Abwechslung empfinden, da sie ja in den Kurzzügen sonst nur Akupressur durch Fahrradlenker erhalten. Außerdem ist Harz auf der Kleidung dezenter als Kettenfett und riecht auch weihnachtlicher. Schwieriger wird es bei Ersatzverkehr. Nicht, dass ein Baum im Bus irgendwen stören würde, aber manchmal stellen sich die Fahrer ja ein bisschen an. Erfahrene Selbstschlager haben für solche Fälle eine Taschensäge dabei. Die macht aus dem Baum ganz fix drei schöne Weihnachtssträuße.

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