Von Tag zu Tag : Ohne Talkshow

Bernd Matthies stellt sich vor die Etats der Städtebauförderung

von

Lassen wir mal Sarrazin beiseite: Es gibt ja auch noch den mehrheitsfähigeren Heinz Buschkowsky, der den Blick der deutschen Öffentlichkeit auf Neukölln gerichtet hat. Durch ihn wissen wir, dass protestieren und klagen zwar schön ist, aber nicht den kostspieligen Einsatz kompetenter Menschen in den Problemgebieten ersetzen kann. So sinnvolle Projekte wie das Quartiersmanagement haben sicher mehr zur Integration beigetragen als sämtliche Leitartikel, Podiumsdiskussionen und Talkshows zusammen.

Das aber muss auch bezahlt werden, und deshalb sollten wir aufhorchen, wenn der chronisch klamme Bund die Schere bei den Ausgaben zur Städtebauförderung ansetzt. Denn dahinter verbergen sich nicht nur Blumenpflege und frische Farbe – so wichtig sie auch sind. Sondern eben das, was so umständlich soziale Infrastruktur heißt – viel Geld für Sozialarbeit und Ehrenamt.

Kontinuität ist hier das Wichtigste, Zeitverträge und andere unsichere Beschäftigungsverhältnisse machen wertvolle Arbeit kaputt. Deshalb sollten die Beteiligten prüfen, ob heute ausgegebenes Geld nicht am Ende günstiger kommt als nachträgliche Reparatur. (Seite 10)

1 Kommentar

Neuester Kommentar