Von Tag zu Tag : Park & Spend

Stefan Jacobs spaziert ab morgen öfter mal zum Parkscheinautomaten

Stefan Jacobs

Ein guter Mensch ist, wer sein Auto öfter mal stehen lässt. Ein noch besserer Mensch ist, wer nicht irgendwo parkt, sondern an der Rankestraße, Ecke Ku’damm. Dort wird morgen nämlich ein neuartiger Parkscheinautomat in Betrieb genommen. Der unterscheidet sich von seinen bekannten Kollegen dadurch, dass er nicht nur im Namen des Amtes kassiert, sondern auch für ein Sozialprojekt am Spandauer Damm.

Man muss das nicht machen, aber es bietet sich an, wenn man ohnehin gerade das Portemonnaie in der Hand hat. Standardmäßig werden zehn Cent auf den Parkscheinpreis aufgeschlagen.

Ein Groschen, das sind die Spritkosten für 900 Meter, mag man einwenden. Das macht noch keinen guten Menschen. Diesen Gedanken hatten auch die Automatenerfinder. Also haben sie – für noch bessere Menschen – das Gerät mit einer separaten Spendetaste versehen. So lässt sich doppelt Gutes tun: fürs Projekt etwas einwerfen und den Parkschein weglassen, um dann vom Ordnungsamt ein Knöllchen zu bekommen (und zu bezahlen!).

Und wenn Sie demnächst einen Fußgänger oder Radler am Parkautomaten sehen: Der spinnt nicht, der will nur spenden.

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