Von Tag zu Tag : Passend machen

Matthias Oloew freut sich über den Hang zum schnellen Imagewechsel

Diese Stadt leistet scheinbar alles. Sie war London bei den Dreharbeiten zu „In 80 Tagen um die Welt“, Moskau bei „Die Bourne-Identität“ und wird demnächst, sicherlich ebenso überzeugend, eine amerikanische Großstadt abgeben. Was an Kulisse nicht passt, wird nach einem inoffiziellen Berliner Motto schnell passend gemacht, oder aufgebaut – zum Beispiel das New Yorker Guggenheim-Museum, zentimetergetreu und im Film täuschend echt.

Was nicht passt, wird passend gemacht. Nach diesem Motto wird auch der Senat verfahren müssen, will er noch etwas von den Plänen des Studio Babelsberg für Tempelhof retten. Das Filmstudio hat sich nämlich nun, enttäuscht vom überraschenden Coup der Vergabe des Flughafens an die Modemesse Bread and Butter, zurückgezogen und seine Pläne für einen „Filmhafen“ schubladisiert.

Die Senatsentscheidung kam so überraschend wie ein Kulissenwechsel bei Dreharbeiten – mal London, mal Moskau, mal New York, diese Stadt leistet scheinbar alles. Diesmal bekommt der Satz aber einen ganz anderen Klang.

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