Von Tag zu Tag : Prosit Neujahr!

Stefan Jacobs kommt der Kalender des DGB irgendwie gregorianisch vor

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Wenn wir in unserer gar nicht soo schlechten DDR-Schule alljährlich der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution gedachten, war immer schon November. Gut, dachte man, andere Länder, andere Kalender. Auch war bekannt, dass bei jeglichem Werk unsere sowjetischen Brudervolkes gewisse Fertigungstoleranzen auftraten. 1989 kam die nächste Revolution, die Sowjets waren nun Russen und weit weg. Von Westen rückten dafür die Schokoweihnachtsmänner vor, die oft schon in der Septembersonne schmolzen. Das war ebenso seltsam wie Lenins Revolutionstermin, ließ sich aber unter dem Oberbegriff „Kapitalismus“ ganz gut unterbringen. Genau wie die frostharten Osterhasen, die gleich nach dem Rauswurf der Weihnachtsbäume in unsere Wohnungen drängten. Dort saßen sie bereits, als in China vor einer Woche das Jahr des Hasen begann. Also müsste in China jetzt Januar sein, was wiederum fürs Osterfest bedeuten würde… – Huch, was haben wir denn hier? Oh, eine Einladung zum Neujahrsempfang des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Am 18. Februar! Hoffentlich kollidiert der Termin nicht mit dem Frühlingsfest der Schokoladenfabrikanten.

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