Von Tag zu Tag : Spült keine Rolle

Stefan Jacobs beerdigt Berlins ältestes Abwasserrohr

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Die Schadstelle
Die SchadstelleFoto: dapd

Am Freitagmittag haben die Wasserbetriebe eine Rundmail geschickt mit dem irritierenden Betreff: „Verjüngungskur für Berlins größten Wasserspender“. Dabei hieß das Tagesmotto „Ach du Sch…“. In der Nacht war nämlich am Tempelhofer Damm ein Rohr gebrochen. Ein 75-Zentimeter-Abwasser- Druckrohr. Berlins größter Abwasserspender. Details erfuhren Interessierte und alle anderen beim Frühstück, als ein Radioreporter atemlos von der Schadstelle durchkabelte, dass es sich bei den Fetzen in den Büschen um Toilettenpapier handle. Danke nach Tempelhof und damit zurück ins Klärwerk. Was ist nun mit dem Wasserspender? Also: Da wird ein Brunnen auf der Insel Scharfenberg saniert. Als der 1955 gebohrt wurde, war das jetzt gebrochene Rohr 79 Jahre alt. Es hat also schon Otto Lilienthal gedient sowie Kaiser Wilhelm I. und II. Nun hat es sich mit einer wörtlichen Erfüllung des laufenden Volksbegehrens „Wir Berliner wollen unser Wasser zurück!“ verabschiedet.

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