Von Tag zu Tag : Staaken-Kalahari

Wäre ein neues Zwangsverteilungssystem des Senats, das Touristen und Berliner gleichmäßig über alle Ortsteile verstreut, die gerechte Lösung?

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Parkplätze gibt es in der Kalahari tatsächlich noch mehr als in Malchow oder Staaken, allerdings etwas weniger Berliner.
Parkplätze gibt es in der Kalahari tatsächlich noch mehr als in Malchow oder Staaken, allerdings etwas weniger Berliner.Foto: freepik

Toll, Berlin wird Weltstadt! Jubeln Investoren, Makler, Import-Flaneure. Hilfe!, mäkeln Eingeborene & Assimilierte, genervt von den Massen. Super, zum Schulstart wird’s noch voller, Sommer-Flüchtlinge kehren zurück, Besucher strömen weiter. Nun also gar keine Parklücken mehr! Ruhig Blut, lächeln die Weltstadtverklärer: Großstadt ist Dichte mal Tempo mal Vielfalt, Parkplätze hat auch die Kalahari. Alles ne Wahrnehmungsfrage; passiert doch letztlich immer genauso viel, wie in der Zeitung steht: Was übertragen hieße, dass stets exakt so viel Leute da sind, wie ins Städtchen passen.

Oder muss der Senat ein Touriverteilsystem anordnen, damit gerechtigkeitshalber in Staaken und Malchow die gleiche flache Quote aufläuft wie dann auch in Mitte?

Ach, von Argumenten lässt der Berliner sich, wir wissen’s, ungern bewegen – er ist die Konstante im Wandel. Berlin wird Weltstadt oder so, okay. Der Berliner (schon immer bedrohte Spezies) bleibt, was er ist.

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