Von Tag zu Tag : Streu & Glaube

Stefan Jacobs will nicht warten, bis das Eis des Winters völlig getaut ist

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Gestern waren 30 Grad, heute sollen es kaum noch 20 werden. Wenn das so weitergeht, müssen wir uns am Wochenende auf glatte Wege gefasst machen. Passend dazu hat das Verwaltungsgericht am Mittwoch ein Urteil veröffentlicht, das einem Winterdienst sinngemäß beschied: So nicht, Freunde. Es ging um 632 Euro, die das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von der Firma zurückhaben wollte, weil sie auch nach Extra-Aufforderung einen glatten Gehweg nicht geräumt hatte. Das Amt schickte einen anderen Winterdienst los und reichte dessen Rechnung weiter. Recht so, befand das Gericht.

In der Urteilsbegründung steht auch einiges zum Wesen der Glätte und ihrer Bekämpfung durch Räumen, Abtragen, -stumpfen, -streuen. Die Materie ist ähnlich anspruchsvoll wie ein Gespräch mit Eskimos über den Schnee. Einer weit verbreiteten Ente zufolge haben die arktischen Völker ja 100 Wörter dafür. Man stelle sich vor, wie das Oberverwaltungsgericht von Nunavut darüber verhandelt, welcher Art die Schneeglätte war, die voriges Jahr in der Einfahrt zur Diskobucht … – Herrje, dann lieber 100 Sorten Eis. Am liebsten Schoko.

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