Von Tag zu Tag : Tiefflieger

Stefan Jacobs spielt in Tempelhof künftig nur noch mit Helm

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Was macht eigentlich Tempelhof? „Der geschlossene Flughafen rettet das Leben von vier Flugzeuginsassen und verhindert weitere Opfer am Boden“, lautet die aktuelle Antwort. Sie stammt aus dem gestern versandten Newsletter jenes Vereins, der sich noch immer um die Wiederbelebung des Ex-Flughafens bemüht. Falls der Flieger den Park auf dem Luftweg verlassen darf, wäre das ja ein Schritt in diesem Sinne. Geradezu prophetisch erscheint im Lichte der Notlandung die Frage, die die Abgeordnete Stefanie Bung dem Senat jüngst stellte: „Wie gefährlich ist das Spielen auf dem Tempelhofer Feld?“, wollte die Stadtentwicklungspolitikerin der CDU wissen. Bung fand die schriftliche Antwort des Senats beunruhigend, weil demnach noch nicht alle der fürs Publikum geöffneten Flächen auf böse Überraschungen untersucht worden sind. Wobei sich Bungs Anfrage eher auf Altlasten im Boden als auf Havaristen in der Luft bezog. Wer also gefahrlos in Tempelhof spielen will, sollte einen Helm tragen und den Himmel im Auge behalten. Falls ein schlappes Flugzeug naht: Flach hinlegen, aber keinesfalls ins Gras beißen! Es könnte kontaminiert sein. (Seite 8)

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