Von Tag zu Tag : Traumflughafen

Werner van Bebber braucht erst mal keine Senatspläne für Tempelhof

Der Flugbetrieb ist längst eingestellt, aber Tempelhof bewegt uns weiter. Vor ein paar Tagen hat der Architekt Norman Foster abermals die „architektonische Macht“ des Bauwerks beschrieben und seine „atemberaubende Erhabenheit“. Das Mindeste an Umgang mit ihm wäre, das Vorfeld als Park zu bewahren, forderte er. Jetzt haben 22 Teams von Architekturstudenten Vorschläge gemacht, die in eine ähnliche Richtung gehen. Das reicht vom „Tempelgarden“, einem Landschaftspark, bis zur Ergänzung des Flughafengebäudes durch eine Reihe von Gebäuden zum Oval, in dem immerhin auch noch Bademöglichkeiten vorgesehen sind. Der Flughafen lebt in vielen Köpfen und vielen klugen Gehirnen überall in der Welt. Ist es noch zu früh, um aus Edelarchitekten-Plädoyers, den vielen Träumen junger Planer und gelegentlich zur Sprache kommenden Interessen der Berliner Nah- und Fern-Anwohner so etwas wie eine Meinungsfront entstehen zu sehen, die sagt: Bloß nicht zubauen? Bloß keine Eigenheime, Townhouses, bloß keine Senatsmasterpläne! Die Stadtentwicklungssenatorin schweigt, der Regierende ebenfalls. Das ist auch gut so.

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