Von Tag zu Tag : Tschüss Puppe

Christoph Stollowsky verabschiedet das Barbiehaus am Alex.

von
Quietschrosa. Der Hof vorm Barbiehaus am Alexanderplatz. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Quietschrosa. Der Hof vorm Barbiehaus am Alexanderplatz. Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Vielleicht ist ja auch Alexa schuld. Schließlich ist der Shopping-Palast am Alexanderplatz genauso quietschrosa wie das Barbie-Dreamhouse gleich dahinter, er stiehlt diesem irgendwie die Show. Jedenfalls macht das im Mai eröffnete, lebensgroße Glitzerhaus der Puppe nun schon Anfang September dicht, einige Wochen früher als geplant. Eigentlich schade um den Traum in Pink am tristen Alex. Dem tut ja jedes bisschen mehr Farbe gut. Aber die interaktive Welt mit den tausend Highheels im Mega-Schuhschrank war offenbar nicht das, was die kleinen Berlinerinnen dringend brauchen. Es kamen zu wenig Besucher. Völlig umsonst sprangen die Feme-Protestlerinnen zur Eröffnung halbnackt in den Brunnen vorm Barbie-Haus und fürchteten, hier würden Mädchen zu Püppchen getrimmt. Falsches Schönheitsideal? Von wegen! Wenn die Berlinerin sich schick macht, rennt sie deshalb Ken nicht hinterher. Hier gibt’s keine Püppchen, sondern Puppen, auch schon im jungen Alter. Das wusste der Volksmund schon vor etlichen Jahrzehnten. Nicht ohne Grund hieß es gern in Berlin: „Na, Puppe“. Und das janz ohne Barbie.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben