Von Tag zu Tag : Und Action!

Andreas Conrad freut sich, dass beim Dreh am BER keine Flieger stören.

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Das Karussell der BER-Nachrichten erinnert an ein unter Liebesleuten einst beliebtes Spiel, erprobt besonders an Gänseblümchen, die leider danach nicht mehr so gut aussahen: „Er öffnet ... ein bisschen ... von Herzen ... mit Schmerzen ... irgendwann ... überhaupt nicht.“ Goethe hat dieses Liebesspiel sogar in seinen „Faust“ eingebaut, aber das hilft den Verantwortlichen auch nicht weiter, die den Glaskasten irgendwie zum Fliegen bringen müssen. Sie sollten sich allerdings rechtzeitig, bevor das Ding endgültig zur Bauruine verkommt, eine alternative Nutzung ausdenken. Und wenngleich dies in den entsprechendes Gesprächen, soweit bekannt, noch keine Rolle spielte – ein Hoffnungsschimmer ist jetzt am Horizont aufgetaucht: „Schönefeld Boulevard“. So heißt ein Spielfilm der Lola-Preisträgerin Sylke Enders, der seit kurzem auch vor der Kulisse des BER gedreht wird. Demnächst gibt es für die Presse sogar einen Setbesuch, direkt am Flughafengebäude. Und hierin liegt die Chance: Die Kulissen der Berliner Straße in Babelsberg werden demnächst abgerissen, mit dem BER aber haben wir ein Pfund, mit dem wir als Filmstadt wuchern können – ein Airportdrehort mit allem Drum und Dran, nur ohne störende Flugzeuge. (Seite 11)

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