Von Tag zu Tag : Unter der Linde

Lauter Baustellen, doch wo sind die Linden unter den Linden hin, fragt sich unser Autor und wünscht sich einen Ehrenbaum für Berlin.

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Foto: Lukas Schulze/dpa

Die Zahl der Linden Unter den Linden ist leider seit einiger Zeit erheblich reduziert, und schuld daran ist ausgerechnet „Bärlinde“, jedenfalls indirekt, gräbt sie doch ausgerechnet unter den Linden den U-Bahn-Tunnel zum Brandenburger Tor und zurück. Ein ausgleichende Neupflanzung wäre nur angemessen, und die am Donnerstag auf der Schwäbischen Alb, exakt: auf dem Hofgut Hopfenburg bei Münsingen gepflanzte Jubiläumslinde wäre da sehr gelegen gekommen. 30 Jahre „Lindenstraße“ galt es zu ehren, zwei weitere Linden in Hamburg und Erftstadt bei Köln sollen folgen.

Das ist ja schön und gut, aber warum Münsingen, Hamburg, Erftstadt? Warum nicht Berlin mit seiner nicht erst lächerliche 30, sondern über 350 Jahre bestehenden Lindenstraße. Und man sage nicht, Berlin habe zur „Lindenstraße“ nichts beigetragen. Schließlich gehörte elf Jahre lang Kostas Papanastasiou vom „Terzo Mondo“ in der Grolmanstraße zum Team. Das sollte für eine Ehrenlinde genügen.

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