Berlin : Von Tag zu Tag: Unterwandert

Ulrich Zawatka-Gerlach

Pankow, ausgerechnet Pankow! Die heimlichen Sympathisanten einer postkommunistischen Unterwanderung Berlins haben es nunmehr geschafft, sich in der CDU Pankow einzunisten. Alte Ost-Kontakte haben dabei sicher geholfen. Bisher unbekannte Querverbindungen haben dafür gesorgt, die Pankower Christdemokraten (Tarnname!) im Verein mit rot-rot-grünen Revoluzzertruppen gegen das gute, gegen das gutbürgerliche Berlin marschieren zu lassen.

Und gegen Klaus Landowsky. Der CDU-Landesvorstand wird aufgefordert, personelle Konsequenzen zu ziehen. Um die Arbeitsfähigkeit der großen Koalition zu gewährleisten. Personelle Konsequenzen!! Das handschriftlich aufgesetzte Pamphlet ließen die Pankower faxmäßig durchsickern. Und das Schlimmste daran ist: es handelt sich nicht um eine Fälschung. Niemand widersprach auf dem CDU-Kreisparteitag, als der verhängnisvolle Beschluss gefasst wurde. Auf den Knien sollen sie zu Landowsky rutschen und ihn um Verzeihung bitten für das große, große Missverständnis, das hier entstanden ist.

Ein Missverständnis, das darin besteht, dass ganz andere personelle Konsequenzen die Große Koalition wieder befrieden könnten. SPD-Fraktionschef Klaus Wowereit weg! SPD-Landeschef Peter Strieder weg! Bürgermeister Klaus Böger weg, der jetzt auch renitent geworden ist. PDS weg, Grüne weg, und schon haben wir wieder ein prima Klima im Land Berlin. Und die CDU Pankow bekommt einen scharfen Verweis. Boulevard Berlin:
Was die Stadt bewegt...

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