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Matthias Oloew lässt sich vom schwedischen Optimismus anstecken

Matthias Oloew

Das Symbol des städtebaulichen Aufbruchs nach dem Fall der Mauer ist verkauft – der Daimler-Konzern hat einen neuen Eigentümer für sein Areal am Potsdamer Platz gefunden. Was sich zunächst nach einem Rückzug eines namhaften Konzerns anhört, ist aber keine schlechte Nachricht für den Immobilienstandort Berlin. Die künstliche City hat sich so gut entwickelt, dass sie en bloc und für eine stattliche Summe verkauft werden konnte. Über eine Milliarde Euro lässt sich die SEB das Viertel kosten. In Zeiten der sich abschwächenden Immobilienkonjunktur ist das ein gutes Omen. Fachleute sehen die Immobilienwirtschaft am Rande einer Rezession. Dass sich nun aber das Daimler-Areal für diese große Summe losschlagen ließ, werten sie als positives Signal: Mag sein, dass die Preise sinken, aber der Standort Berlin ist interessant genug, um immer noch hohe Preise zu erzielen. Dass es ein schwedischer Investor ist, zeigt den ungebrochenen Optimismus der Skandinavier hinsichtlich der Zukunft der Stadt. Sie glauben, dass die Stadt zu einem boomenden Herz Europas wird. Nicht morgen oder übermorgen, aber spätestens in zehn Jahren. Und ein Ende der skandinavischen Einkaufsfreude ist nicht in Sicht.

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