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Werner van Bebber grübelt über ein gefährliches Senatsamt

Werner van Bebber

Das war nicht gerade Gisela von der Aues Wellness-Wochenende. Am Sonnabend stand die Senatorin in der Zeitung, weil sie mit dem Land Brandenburg einen Versorgungsrechtsstreit auszufechten hat. Am gestrigen Sonntag wurde mal wieder eine Justizpanne bekannt. Kausal schuld, wenn man das schon so sagen kann, war wohl die Staatsanwaltschaft. Politisch verantwortlich ist die Senatorin.

Man kann es mit der politischen Verantwortung gewiss übertreiben. Gisela von der Aue kann nicht jeden Staatsanwalt oder Justizwachtmeister kontrollieren. Sie kann nur versuchen, den sensiblen Betrieb zur Herstellung von Recht zu steuern. Dass ihr Job politisch ungleich gefährlicher ist als etwa der Job ihrer Kollegin von der Stadtentwicklung – das ist nun mal so. Aber Gisela von der Aue hat ihren eigenen Stil. Der wirkt, neutral gesagt, stählern; weniger neutral erinnert er an eine Drahtbürste. Offenbar ist deren Gebrauch in der Justiz notwendig. Doch tut die Senatorin wenig, um sich nebenher ein paar Freunde zu machen. So war es wohl schon in Brandenburg. Kein Wunder, dass die Negativnachrichten dann in Serie kommen. Und am Ende einer solcher Pannenserie ist es dann belanglos, woran die Senatorin wirklich Schuld trug.

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