Von Tag zu Tag : Wie alles kam

Bernd Matthies hat die CDU ein wenig beim Chefsuchen belauscht

Bernd Matthies

Ist doch irgendwie lustig, dass die Berliner CDU beim Erneuern und Häuten ihre Altvorderen nicht vergisst. Die Herren Diepgen und Landowsky, deren Funktion in der Partei wir Außenstehenden uns vorgestellt haben wie die von Waldorf und Statler in der Muppet-Show – sie waren bei der Chefsuche ernsthaft involviert. Wir da draußen werden natürlich nie genau erfahren, worin diese Beratung bestand. „Nehmt doch die Grütters!“ mag Diepgen gesagt haben, worauf die Partei antwortete: „Ja, super, warum sind wir darauf nicht selbst gekommen?“ Doch dann wird Landowsky die Hand gehoben haben, zack, wie es seine Art ist: „Hat die Monika denn auch den richtigen Killerinstinkt?“ Worauf die Partei antwortete: „Nö, Mist auch, dass der Klaus uns das erst sagen muss. Was nun?“

Da riefen Waldorf und, ähm, Landowsky im Chor: „Der Frank, der kann’s!“ Und so geschah es. Wir sehen, dass das Erfahrungswissen älterer Menschen nicht hoch genug einzuschätzen ist. Selbst in einer so jugendlichen Partei wie der neuen Berliner CDU.

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