Von Tag zu Tag : Wie Ben Hur

Andreas Conrad würde lieber in Alaska als im Harz Hundeschlitten fahren.

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Geben Sie es ruhig zu: Berlin und Hunde – da denken auch Sie reflexhaft an... Nun, lassen wir die unappetitlichen Details, zumal diese Assoziation der Vielfalt des Berliner Hundewesens nicht ganz gerecht wird. Nehmen wir nur dieses Wochenende, richten wir den Blick auf die Westernstadt „Pullman City Harz“ in Hasselfelde, einige hundert Meter höher gelegen als Berlin und derzeit Austragungsort des 13. Internationalen Schlittenhunderennens, mit fast 100 Startern aus dem In- und Ausland und etwa 500 Hunden, organisiert vom Sportverein Reinrassiger Schlittenhunde aus – Sie ahnen es – Berlin!

Ohne Schlittenhunde wäre der Goldrausch in Alaska fast unmöglich gewesen, wird der ferne Austragungsort vom Verein erklärt. Das spräche dann aber ebenso für „Old Texas Town“ in Spandau. Denn schneesicher ist auch „Pullman City“ nicht, so dass das aktuelle Schlittenrennen notgedrungen als Wagenrennen ausgetragen werden muss. Nicht Jack London also, sondern eher Ben Hur – eine Möglichkeit der Fortbewegung, die vielleicht ganz neue Perspektiven für die Lösung der Verkehrsprobleme auch in Berlin eröffnet. Sofern man nur das Problem der tierischen Emissionen löst.

Und wenn es mit dem BER zuletzt vielleicht doch nichts wird: Als Austragungsort für Hunderennen, ob auf Kufen oder Rädern, taugt solch eine Anlage allemal.

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