Von Tag zu Tag : Wird noch

Werner van Bebber über steile Thesen unter steilen Tollen

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Wenn es etwas gibt, was sich in Berlin nie verändert, ist es die Schwierigkeit, über die Stadt etwas Neues zu sagen. Zu viele Leute haben das schon versucht in der Stadt, die immer wird, nie schläft, abends dunkel und morgens von schwarz zu blau wird. Zur Longlist der Berlinklischees ist – hallo, Be-Berlin-Kampagnendesigner, aufwachen! – am Wochenende ein weiteres gekommen, und es ist nicht schlecht. Gefertigt hat es die Modepäpstin Suzy Menkes, die Dame mit der steilen Tolle, die eine der stil- und meinungsbildenden Zeitungen der Stadt wissen ließ, Berlin sei „die Stadt im Jetzt und Sein“. Die Fregatte unter den Modeautorinnen hat Berlin, Stadt aus Stein und Zeit, für eine „Techno Luxury Conference“ ausgesucht. Der „Jugendfaktor“ sei hier besonders stark, und die Jugend treibe die Technologie voran, so Menkes. Und der „Luxury“-Aspekt in der Hartz-IV-Hauptstadt? Ist nicht, wird aber noch.

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