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Bernd Matthies kennt eventuell ein Mittel gegen den Bahnstreik

Bernd Matthies

S-Bahn-Fahrer sind nicht zu beneiden. Wenn im Morgengrauen der Wecker klingelt, beginnt die lähmende Unsicherheit. Noch krankgeschrieben? Oder schon im Streik? Für den heutigen Dienstag können wir helfen: im Streik.

Hilfe für die betroffenen Fahrgäste ist schwieriger. Für Patentrezepte wie die Bildung von Fahrgemeinschaften dürfte es ein wenig spät sein, und wer jeden Morgen von Babelsberg nach Ostkreuz muss, der wird auch in der U-Bahn weder Trost noch Rat finden, weil es sie auf dieser und vielen anderen Strecken schlicht nicht gibt.

Es hilft also nur die Besinnung auf mitmenschliche Tugenden. Weiß noch jemand, wie das damals war mit dem roten Punkt an der Windschutzscheibe, dem generösen Versprechen, jeden mitzunehmen, der am Straßenrand winkte? Ein zeitbedingtes Phänomen, zugegeben, eher politisch als verkehrstechnisch motiviert, aber durchaus funktionsfähig.

Unser Vorschlag an gestrandete Bahnbenutzer: Winken Sie am Straßenrand mit dem Tagesspiegel. Wenn ein Fahrer hält, können Sie ihm ja zum Dank ein wenig daraus vorlesen.

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