Von Tag zu Tag : Zug nach Ring

Stefan Jacobs sieht die S-Bahn auf gutem, aber noch langem Weg.

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Endlich bemüht sich die S-Bahn, ihre Kunden besser zu informieren: „Nach eines Schadzuges kommt es auf dem Linie S41, S42, S45, S46, S47, S8 zu Verspätungen und Ausfällen“, stand am Mittwoch auf ihrer Internetseite. Ein Schadzug ist etwas völlig anderes als Stoibers „Problem- oder Schadbär“: Während der Bär sich in bayrischem Dickicht verbirgt, steht der Schadzug mitten auf dem Ring im Weg. Wer den Schadzug hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Aber mit die S-Bahn ist das bekanntlich so ein Sache, zumal auf dem Linie S41 und S42 zurzeit Ersatzbussen fahren, die nach eines Ampelproblems am Ostkreuz oft ewig brauchen. Wenn sie dann fahren, muss man Fenster gucken, wo man ist. Denn die Busse stammen aus die Zeit, wo keine Haltestelle angezeigt wurde. Außerdem sind sie zusammen mit Fahrers aus Regionen geborgt, in denen nicht so viele Straßen (auch nicht so viele Schadstraßen!) gibt, zum Beispiel im Uecker-Randow-Kreis in Vorpommern. Zehn Tage müssen wir da noch durch, bis die Arbeiten beendet sind und die vertraute Bahnhofsstimme wieder sagt: „Zug nach Ringbahn …“ Dann wissen wir endlich wieder, was gemeint ist.

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