Berlin : Von Tag zu Tag: Zwielichtiges

Ekkehard Schwerk

Vor einem Jahr hatte die Firma AT.Lux von der öffentlichen Hand ein funkelndes Juwel anvertraut bekommen: die Gaslaternen. Und trotz vieler Störmeldungen und schleppender Behebung der Schäden beteuerte das Unternehmen immer wieder, den 44 000 Straßenschönen keinesfalls das Lebenslicht auszublasen. Sie sind uns Berlinern ans Herz gewachsen. Nun, nach einem Jahr des Wartungswechsels wechselte die laternenpolitische Zuständigkeit zum Baustadtrat von Mitte. Und von dort kommen - siehe Seite 12 - zwielichtige Äußerungen zum Gaslicht. Da ist "vor allem von Hauptstraßen" die Rede, die von Gaslicht an hohen Masten flankiert sind. Solchem "vor allem" kann nur ein "aber auch" auf dem Pferdefuß folgen. Es gab immer leucht-politische Kräfte, die das Gaslicht ausblasen wollten. Aber jene, die wissen, worin der Charme einer Berliner Straße liegt, konnten die "Bläser" immer wieder zurückpfeifen. Man blase von vielen Seiten den Ausbläsern der Gaslaternen anständig den Marsch!

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