Berlin : Von Turin nach Peking: Tagesspiegel macht Paralympics-Zeitung

Berliner Jugendliche werden aus China über die Olympischen Spiele der Behinderten 2008 berichten. Jetzt starten die Vorbereitungen

Annette Kögel

Die Schüler haben ein großes Abenteuer vor sich – eine Reise in eine andere Welt: Berliner Jugendliche werden mit dem Tagesspiegel zu den Paralympics nach Peking reisen, zu den Olympischen Spielen der Leistungssportler mit Behinderung. Als traditioneller Medienpartner der Paralympics wird diese Zeitung im Herbst 2008 wieder die Betreuung der offiziellen „Paralympics Zeitung“ übernehmen.

Am morgigen Mittwoch findet nun der erste Schülerworkshop unter anderem mit Vertretern der Berliner Senatskanzlei, der chinesischen Botschaft, den Sponsorenfirmen sowie des Deutschen Behinderten-Sportverbandes (DBS) zur Vorbereitung des Zeitungsprojektes in China statt.

Am Paralympics-Workshop im Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Reinickendorf nehmen etwa 20 Schülerinnen und Schüler von vier Gymnasien teil, an denen Chinesisch unterrichtet wird. Zunächst wird Thomas Rugo von der Agentur Rugo Kommunikation aus Bonn die „Paralympics Zeitung“ vorstellen – der Tagesspiegel hat das Projekt bereits 2004 bei den Sommerspielen in der griechischen Hauptstadt Athen sowie 2006 bei den Winter-Paralympics in Turin betreut. Für die in Italien erstellte, viersprachige „Paralympics Zeitung“ wurde das Redaktionsteam, wie berichtet, mit dem EU-Sprachensiegel der italienischen Regierung ausgezeichnet.

In China erwarten die Berliner Jugendlichen spannende Erfahrungen. Die Zeitungsredaktion in Berlins Partnerstadt Peking wird in der Mittelschule No. 80 eingerichtet, einer der renommiertesten Schulen der Stadt. Die Berliner Jungjournalisten können während der Spiele vom 6. bis 17. September nächsten Jahres im angeschlossenen Schulinternat übernachten. Der chinesische Medienpartner wird voraussichtlich die „China Daily News“ sein, die den chinesischen Schülern einen Redakteur des Blattes zur Seite stellt.

Auch die Tagesspiegel-Redaktion ist in Peking natürlich wieder mit dabei. Die Schirmherren des Projektes sind Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sowie das Stadtoberhaupt von Beijing, Wang Qishan. Möglich machen die Internationale Paralympics-Zeitung Sponsoren wie die gewerblichen Berufsgenossenschaften. Deren Kommunikationsdirektor Gregor Doepke ist beim Workshop ebenfalls mit von der Partie. Die Heidelberger Druckmaschinen AG engagiert sich traditionell bei der Herstellung des Blattes. Es wird während der Spiele voraussichtlich wie bereits in den Vorjahren nach Deutschland eingeflogen und dort unter anderem im Bundestag verteilt.

Zum morgigen Seminar werden auch Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt, DBS-Präsident Karl Hermann Haack sowie der chinesische Kulturattaché Dong Junxin erwartet. Und, last but not least: Kirsten Bruhn, mehrfache Paralympics-Siegerin im Schwimmen und Mitglied im Top-Team 2008. Denn schließlich sind es bei den Spielen am Ende immer die einzelnen Menschen und ihre Leistungen, die am meisten faszinieren.

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