Berlin : Von wegen Rente mit 67: Müntefering bei der Telekom

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Der Vizekanzler kam als letzter und ging als einer der ersten wieder, weil er ausgerechnet an seinem 67. Geburtstag so viel zu tun hatte: Franz Müntefering , Vorkämpfer der Rente mit 67, wurde gestern beim Neujahrsempfang der Deutschen Telekom mit zahlreichen Glückwünschen und einem rot-orangenen Blumenstrauß bedacht. Dem Festredner Frank-Walter Steinmeier gelang anschließend die Überleitung, indem er von dem „bunten Bouquet“ der Themen der deutschen Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union (EU) sprach – von Irak über Energiepolitik bis zum Kosovo – und die bessere Wirtschaftslage pries. „Es wird mit einem völlig anderen Respekt auf Deutschland geschaut.“ Außenminister Steinmeier war auch als Nachbar gekommen: Das Auswärtige Amt liegt direkt neben der einstigen Zentraltelegraphenstation, in der die Repräsentanz der Telekom zu Hause ist.

Dicht gedrängt standen einige hundert Gäste in dem luftig-modernen Foyer, unter ihnen Guido Westerwelle und Reinhard Bütikofer , Cherno Jobatey und Friedrich Nowottny , Michael Sommer und Roland Berger , Klaus Kinkel und John Kornblum . Viele waren gekommen, um den neuen Telekom-Chef René Obermann reden zu hören. Es war aber wohl kein Appell an den EU-Ratspräsidenten Steinmeier, als der 43-jährige Manager für eine weniger eurozentristische Sicht der Welt warb, sondern es war eine Analyse seiner Branche, die weltweit im Umbruch ist. Da muss die Telekom gegen große Player wie AT&T oder China Mobile bestehen. In einem Neujahrsgruß hat Obermann erst vor wenigen Tagen harte Einschnitte angekündigt. Für ein paar Stunden war trotzdem Feierstimmung an der Französischen Straße. mod

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