Berlin : Vor den Neuwahlen: Kohl freut sich auf "Wahlschlacht"

Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl wird sich für die CDU im Berliner Wahlkampf einsetzen, doch die Einzelheiten sind noch ungeklärt. Die politische Entwicklung in der Hauptstadt sei "zutiefst beschämend", sagte Kohl am Dienstag in Berlin. "Ich müsste mein Leben umsonst gelebt haben, um in dieser Situation in die Ecke zu gehen und zu sagen, ich bin ein Oldtimer." Er freue sich auf die "Wahlschlacht". Konkrete Termine für Kohls Auftritte - wie etwa der 40. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August - stehen laut CDU-Sprecher Matthias Wambach allerdings noch nicht fest.

Mit Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit von SPD und PDS frage er sich, "was aus den Sozialdemokraten geworden ist", so Kohl weiter. Der Spruch des ehemaligen SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher, Kommunisten seien "rot-lackierte Faschisten", gefalle ihm gut. Zum Votum für Fraktionschef Frank Steffel als Spitzenkandidaten sagte Kohl, er habe immer gesagt, dass diese Entscheidung Sache der Berliner CDU sei. Kohl versicherte, er hätte sich bei einer anderen Personalentscheidung ebenso in den Wahlkampf eingeschaltet. Als möglicher Kandidat für die Spitzenkandiatur war auch der frühere CDU-Chef Wolfgang Schäuble gehandelt worden.

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