Vor Gericht : 44-Jähriger wegen Missbrauchs angeklagt

Wegen Vergewaltigung seines Großneffen muss sich ein 44-jähriger Mann vor dem Berliner Landgericht verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, sich an dem anfangs noch achtjährigen Jungen beim Duschen vergangen zu haben.

Berlin - Die sexuellen Übergriffe sollen sich im September 2004 sowie im Oktober vergangenen Jahres bei Besuchen des Jungen in der Neuköllner Wohnung des 44-Jährigen ereignet haben.

Der Angeklagte wollte sich dazu im Prozess zunächst nicht äußern. Erste Zeugin war seine 20-jährige Großnichte. Unter Tränen berichtete die junge Frau, wie ihr Cousin sich nach dem Vorfall plötzlich gegen jegliche Zärtlichkeit wehrte. So habe der Junge bei der Begrüßung angefangen "um sich zuschlagen und zu schreien", sagte sie.

Darüber hinaus erhob die Zeugin weitere schwere Vorwürfe gegen ihren Großonkel. Ihren Angaben nach hatte sich der Angeklagte bereits zuvor an einem anderen Mädchen aus der Familie vergangen, als diese mit ihr in seiner Wohnung übernachtete. Der Prozess wird am 23. November fortgesetzt. (tso/ddp)

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