Berlin : Vor Gericht: Angeklagter gestand Messerstiche bei der Love-Parade

Wegen der Messerstiche auf einen jungen Mann bei der Love-Parade vom vergangenen Jahr muss sich seit Donnerstag ein 19-Jähriger vor dem Berliner Landgericht verantworten. Zwischen den beiden Männern soll es am Rande der Techno-Party am 9. Juli aus nichtigem Grund zu einem Streit gekommen sein, bei dem das gleichaltrige Opfer durch zwei Stiche in den Bauch schwer verletzt worden war. Dem Angeklagten wird versuchter Totschlag vorgeworfen.

Vor Gericht legte der Angeklagte, der im Ermittlungsverfahren die Tat stets bestritten hatte, überraschend ein Geständnis ab. Am U-Bahnhof Kurfürstendamm sei er mit seinen Freunden auf eine Gruppe gestoßen, zu der auch der Kontrahent, ein Soldat, gehörte. "Wir hatten uns gegenseitig provozierende Blicke zugeworfen. Ich hatte ihn als Hurensohn beschimpft und bekam einen Fußtritt verpasst. Das hat mich wütend gemacht," sagte der 19-Jährige aus.

Das Geständnis deckte sich mit der Aussage des Opfers, das vor Gericht als Nebenkläger auftrat. Die Stiche hatte der junge Mann zunächst offenbar nicht bemerkt. Ein Freund habe ihn erst auf das Blut an seinem Hemd aufmerksam gemacht.

Der Prozess wird Donnerstag nächster Woche fortgesetzt.

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