Vor Räumung in der Liebigstraße : Autonome rufen zu "Aktionswochen" auf

21.01.2011 13:07 Uhr
Ein gemeinsamer Konsens eint die Bewohner der Liebigstraße 14, und doch sind sie alle grundverschieden. Wie dem auch sei - Innensenator Körting hielt eine Räumung für unvermeidlich. Foto: Tsp
Ein gemeinsamer Konsens eint die Bewohner der Liebigstraße 14, und doch sind sie alle grundverschieden. Wie dem auch sei - Innensenator Körting hielt eine Räumung für... - Foto: Tsp

Ab dem 22. Januar rufen linke Gruppierungen zu verschiedenen Aktionen in Berlin auf. Es soll gegen die Verlängerung des Afghanistan-Mandats und die für den 2. Februar angekündigte Räumung der Liebigstraße 14 demonstriert werden.

Linksradikale Gruppen rufen vom Samstag (22. Januar) bis zum 2. Februar in Berlin zu „Aktionswochen“ auf. Diese richteten sich „gegen Krieg, staatliche Repression und für den Erhalt des linken Hausprojektes Liebig 14“, kündigte die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin am Freitag an.

Für Samstag um 15.00 Uhr ist eine Demonstration gegen eine Verlängerung des Bundeswehr-Mandates für den Afghanistan-Einsatz geplant, die am U-Bahnhof Rathaus Neukölln beginnen soll. Am 28. Januar wollen die Gruppen gegen den in Berlin stattfindenden europäischen Polizeikongress protestieren. Am Folgetag wird zu einer Demonstration gegen die für den 2. Februar geplante Räumung des Friedrichshainer Hausprojekts Liebig 14 aufgerufen.

Auch für den Tag der vorgesehenen Räumung des Objekts in der Liebigstraße 14 sind vielfältige Aktionen im gesamten Stadtgebiet angekündigt. Nach jahrelangem Streiten über Mietverträge soll das linksalternative Wohn- und Kulturprojekt am 2. Februar 2010 um 8.00 Uhr geräumt werden. Einen entsprechenden Räumungsbescheid erhielten die Bewohner nach eigenen Angaben Anfang des Jahres. Unter dem Motto „Keine Räumung unter dieser Nummer“ wollen sie am Samstag (22. Januar) zusammen mit Unterstützern eine Demonstration mit anschließender Party veranstalten. Die Demo mit Musiktrucks soll um 17.00 Uhr am Bersarinplatz beginnen.

Vermutlich im Zusammenhang mit der anstehenden Räumung hatten Linksextremisten den Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz (Grüne), bedroht. Außerdem war in der Nacht zum 12. Januar ein Brandanschlag auf das Rathaus Friedrichshain verübt worden. (dapd)

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