Berlin : Vor S-Bahn gefallen: Punk verlor bei Streit einen Arm und ein Bein

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Mit einem Freispruch in allen Punkten der Anklage endete am Donnerstag der Prozess gegen einen 25-jährigen Bauarbeiter, der sich der schweren Körperverletzung und der Verwendung verfassungswidriger Symbole seit vergangener Woche vor dem Amtsgericht verantworten musste.

Der Mann war angeklagt, am 26. Juli vergangenen Jahres einen polnischen Punk auf dem S-Bahnhof Greifswalder Straße im Prenzlauer Berg zunächst geprügelt und dann auf die Gleise der S-Bahn gestoßen zu haben. Dem 24 Jahre alten Polen wurde dabei von der einfahrenden Bahn ein Arm und ein Bein abgetrennt. Darüber hinaus hatte die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten angelastet, ein tätowiertes Hakenkreuz vorgezeigt zu haben.

Am Ende der mehrtägigen Zeugenvernehmungen, konnte die Staatsanwaltschaft allerdings nicht mehr ausschließen, dass der Geschädigte den angeklagten Bauarbeiter selbst attackiert hatte und in Folge dieser Angriffe auf die Gleise stürzte. Auch der Vorwurf, dass der Angeklagte sein tätowiertes Hakenkreuz absichtlich entblößt haben sollte, war nicht mehr aufrechtzuerhalten, so dass die Anklagevertreterin in allen Punkten Freispruch beantragte. Die Richterin schloss sich dem an. In der Urteilsbegründung rechtfertigte sie den Freispruch damit, dass die Schuld des Angeschuldigten sich weder bestätigt habe, noch widerlegt sei.

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