Berlin : Vor Weihnachten: Amnestie für 283 Häftlinge

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Berlins Justizsenatorin Karin Schubert (SPD) hat 283 Gefangene vorzeitig aus der Haft entlassen. Mit dem so genannten WeihnachtsGnadenerweis wird Häftlingen eine Reststrafe von bis zu zwölf Wochen erlassen, sagte Justizsprecherin Andrea Boehnke. In den Genuss der Vergünstigung kämen aber keine Sexual- oder Gewaltstraftäter. Auch wegen Rausch- und Betäubungsmitteldelikten Verurteilte würden nicht vorzeitig entlassen. Voraussetzung für die Entlassung sei auch, dass Unterkunft und Lebensunterhalt in Freiheit gesichert sein müssen, sagte Sprecherin Boehnke.

Die meisten Zellen wurden in der Justizvollzugsanstalt Tegel frei. Dort wurden 75 Inhaftierte entlassen. Im Gefängnis Plötzensee durften 71 Inhaftierte vorzeitig gehen. Das Frauengefängnis in Lichtenberg konnten 14 Inhaftierte verlassen. Von den jetzt Entlassenen verbüßte ein Teil Ersatzfreiheitsstrafen. Sie waren zu Geldstrafen verurteilt, die sie aber nicht zahlen konnten und deshalb ins Gefängnis mussten.

Trotz der Weihnachtsamnestie sind die Gefängnisse in der Hauptstadt weiter voll: Derzeit sitzen rund 5120 Männer und Frauen ein. dpa

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