Berlin : Vorbildlich Integration fördern IHB sucht Kandidaten für den Hauptstadtpreis

Annette Leyssner

Die Neuköllner Stadtteilmütter, die Migrantenfamilien über Fördermöglichkeiten für ihre Kinder informieren, haben den Preis bekommen und auch der Leiter des Projekts „Mozart rapt“, der Hauptschüler für klassische Musik begeistern kann. Mit dem „Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz“ will die Initiative Hauptstadt Berlin (IHB) zum dritten Mal wieder Vereine, Projektgruppen, Unternehmen und Einzelpersonen auszeichnen, die sich für ein friedliches Miteinander aller Berliner einsetzen. Der Preis, dotiert mit 15 000 Euro, soll am 11. November feierlich auf einer Gala im Hotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz verliehen werden. Die Schirmherrschaft hat Maria Böhmer, die Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, übernommen.

„Integration ist eine der größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Gegenwart“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der IHB, Christoph Wegener, „daher möchten wir Menschen auszeichnen, die sich dieser Herausforderung stellen.“ Der Bedarf für engagiertes Handeln sei besonders in der Hauptstadt groß, wo jeder vierte Einwohner seine Wurzeln nicht in Deutschland habe, so der stellvertretende Vorsitzende. In einigen Berliner Bezirken stammten rund 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen aus Einwandererfamilien. Vor allem schlechte Sprachkenntnisse seien Hemmnisse für eine Integration, führen zu sozialen Spannungen, Perspektivlosigkeit bei Jugendlichen und Parallelgesellschaften.

Der Tagesspiegel als Medienpartner der Initiative ruft seine Leser auf, Projekte oder Menschen aus ihrer Nachbarschaft für den Hauptstadtpreis vorzuschlagen. Bis zum 26. Oktober können Nominierungen geschickt werden: service@initiative-hauptstadt.de/ In der Mail müssen die Kontaktinformationen des Projektverantwortlichen angegeben werden, die IHB setzt sich dann mit den Kandidaten in Verbindung. Unter den Lesern, die Vorschläge machen, werden von der IHB Karten für die Preisverleihung verlost. Annette Leyssner

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