Berlin : Vorgaben erfüllt

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Die 36 Berliner Kliniken , in denen künstliche Hüftgelenke implantiert werden und die der BQS-Qualitätssicherung unterliegen, erreichen wie auch bei den künstlichen Kniegelenken für die meisten Parameter den Referenzbereich guter Qualität. Insgesamt 28 Kliniken liegen mit allen vier Indikatoren in diesem Bereich. Diese sind zum Teil – so etwa bei der leitliniengerechten Therapieauswahl oder dem Anteil von Reparatureingriffen – von den Fachleuten der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) auch sehr breit definiert worden. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (0,78 Prozent) liegt Berlin zum Beispiel bei Prothesenausrenkung mit einem durchschnittlichen Anteil von 1,4 Prozent weit darüber, ebenso auch wie gegenüber dem Hamburger Schnitt von 1,0 Prozent. Ähnlich sieht es aus bei dem Indikator Reparatureingriffe: Bundesschnitt 2,4 Prozent, Hamburg 1,7 Prozent – Berlin: 3,3 Prozent.

Ärzteempfehlungen: Wie schon bei den Knieprothesen genießt das evangelische Waldkrankenhaus Spandau auch bei den Hüftprothesen bei niedergelassenen Medizinern großes Vertrauen. Am zweithäufigsten nennen die Mediziner das Vivantes-Klinikum im Friedrichshain als empfehlenswertes Haus für ein künstliches Hüftgelenk, gefolgt vom Helios-Klinikum Emil von Behring, dem evangelischen Martin-Luther-Krankenhaus und dem Vivantes-Klinikum Auguste Viktoria. Unter den kleineren Kliniken werden das Immanuel-Krankenhaus, das Bundeswehrkrankenhaus und die Park-Klinik Weißensee oft genannt. Belegkliniken wie die Havelklinik oder die West-Klinik Dahlem sind hier benachteiligt: Dort operieren nur niedergelassene Ärzte und die Kollegen empfehlen ungern die direkte Konkurrenz. I.B.

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