Berlin : Vorläuferin der Caritas: Erzbistum erinnert an erste "Vinzenz-Konferenz"

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Mit einem Festgottesdienst in der Sankt-Hedwigs-Kathedrale mit Kardinal Georg Sterzinsky erinnert das Erzbistum Berlin am Sonntag an die Gründung der ersten "Vinzenz-Konferenz" sozial engagierter katholischer Laien in Berlin vor 150 Jahren. Benannt ist die Vorläuferorganisation der Caritas nach dem französischen Priester Vinzenz von Paul (1581-1660), der sein Leben der Sorge für die Armen gewidmet hatte und heilig gesprochen wurde. Die erste Berliner Vinzenz-Konferenz wurde am 23. August 1850 von 17 Ehrenamtlichen unter der Leitung des damaligen Propstes Leopold Pelldram gegründet, wie das Erzbistum mitteilte. Die bald darauf entstandenen weiteren Vereinigungen dieser Art leisteten vielfältige soziale Hilfe.

Es gab auch schon Hilfe zur Selbsthilfe: Vor dem Frankfurter und dem Rosentaler Tor wurde Land gepachtet und parzelliert, das mehr als 100 Familien zur Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln bewirtschaften konnten. Im heutigen Erzbistum Berlin gibt es 14 Vinzenz-Konferenzen mit rund 100 Mitgliedern. Sie machen nach eigenen Angaben vor allem jährlich rund 2.000 Hausbesuche. Bundesweit gibt es rund 5.000 Ehrenamtliche in Vinzenz-Gemeinschaften, weltweit sind es 900.000.

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