Berlin : Vorsagen gilt nicht

Erste Schul-Vergleichsarbeiten werden annulliert

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Ein Verfahrensfehler bei den Vergleichsarbeiten hat jetzt dazu geführt, dass an mindestens einer Schule ein Teil der Prüfungen nicht gewertet werden kann: Zehntklässler, die ihren Test zum englischen Hörverständnis am Mittwoch bereits in der ersten Stunde hatten, gaben Informationen aus der Prüfung an Freunde weiter, die erst am späteren Vormittag an der Reihe waren. Zumindest an der Steglitzer SchmidtOtt-Realschule flog dies auf und führte dazu, dass dieser Prüfungsteil annulliert wird, wie ein Beamter der Bildungsbehörde bestätigte.

„Dieses Dilemma wäre vermeidbar gewesen, wenn es feste Uhrzeiten für die Prüfung gegeben hätte“, empörte sich gestern eine Mutter.

Auch die Schüler üben Kritik. Eine Reinickendorfer Zehntklässlerin berichtet, dass die Parallelklassen ihres Gymnasiums unterschiedlich viel Zeit für die Deutscharbeit hatten. Vorgegeben waren 180 Minuten, die Lehrer hätten aber nur 70 oder 90 Minuten, einer anderen Klasse dagegen „unbegrenzt“ Zeit gelassen. Die Schulaufsicht bestätigte, es habe „Probleme“ gegeben. Die Schule war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Noch bleibt eine Bewährungschance: Am Montag wird die Mathematik-Vergleichsarbeit geschrieben.sve

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