Berlin : Vorweihnachtszeit: Polizei: Falschparker werden abgeschleppt

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Verkehrschaos und vorweihnachtlicher Einkaufstrubel werden in den kommenden Wochen das Stadtbild prägen. Appelle an die Vernunft der Autofahrer, entweder die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen oder zumindest die Halteverbotsregeln zu beachten, dürften nach Auffassung der Polizei wie in den vergangenen Jahren auch dieses Mal auf taube Ohren stoßen. Am 3. Dezember, dem 1. Adventssonnabend, beginnt die Polizei daher vor allem in den Einkaufszonen wiederum mit verstärkten Kontrollen.

In den Parkraumbewirtschaftungszonen muss an diesen Tagen statt bis 14 Uhr bis 19 Uhr bezahlt werden - mit Ausnahme der Altstadt Spandau. Dort werden wie eh und je nur bis 17 Uhr Parkgebühren verlangt.

Im vergangenen Jahr wurden in der Vorweihnachtszeit über 100 000 Anzeigen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten geschrieben. Mehr als 6600 Autos wurden abgeschleppt, davon knapp 1700, weil sie die öffentlichen Verkehrsmittel behinderten - teils sogar auf den Straßenbahnschienen standen - und knapp 1000, die unberechtigt auf Behindertenparkplätzen abgestellt waren. Die Umsetzkosten, die zuzüglich zum Verwarnungsgeld bezahlt werden müssen, liegen derzeit zwischen 175 und 228 Mark.

Wer bei betrieblichen Weihnachtsfeiern gerne mit einem Becher Glühwein oder einem anderen alkoholischen Getränk anstößt, sollte dann seinen Wagen stehen lassen. Die Polizei will auch in diesem Bereich ihre Kontrollen verstärken. Im gesamten Jahr 1999 ereigneten sich 2750 Unfälle, bei denen mindestens einer der Beteiligten unter Alkohol stand. 16 Menschen wurden dabei getötet und 205 schwer verletzt.

Das Einkaufsgedränge in den Kaufhäusern oder auf den Weihnachtsmärkten ist ein Sammelpunkt für Taschendiebe. Also rät die Polizei: Die Wertsachen und Brieftaschen dicht am Körper tragen, am besten in verschließbaren Innentaschen von Jacken und Mänteln. Handtaschen nicht über die Schulter hängen und schon gar nicht in den Einkaufswagen legen, sondern sie vor dem Körper tragen oder die Tasche fest unter den Arm klemmen.

Die alten Tricks der Taschendiebe zeigen noch immer Wirkung: So wird häufig die Hilfsbereitschaft ausgenutzt. Der angeblich unwissende Fremde hält dem Opfer einen Stadtplan vor, ein Komplize macht sich derweil über die Handtasche her. Oder die Opfer werden besonders gerne nach Besuchen von Banken oder Geldautomaten "versehentlich" bekleckert. Während der Täter das Opfer oft wort- und gestenreich zu reinigen versucht, eignet er sich unbemerkt und fingerfertig dessen Brieftasche oder Geldbörse an.

Rempeln und Drängeln sind Tricks, die Taschendiebe besonders gern in Bussen verwenden. Einer bestiehlt das Opfer und reicht die Beute dann sofort an einen Komplizen weiter.

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