Vorwurf Misshandlung : Experten überprüfen Umstände des Todes der zweijährigen Zoe

Ein kleines Mädchen in Weißensee starb, obwohl die Familie vom Jugendamt betreut wurde. Wie konnte das geschehen? Jetzt überprüfen externe Experten den Vorfall.

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Der Fall um den Tod der zweijährigen Zoe aus Weißensee soll durch Experten des Kinderschutzzentrums und des Jugendamtes Reinickendorf geprüft werden. Das sagte die zuständige Pankower Bezirksjugendstadträtin Christine Keil (Linke) am Donnerstag auf einer Sitzung mit Familiensenatorin Sandra Scheeres (SPD). Wie berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge gegen die 25 Jahre alte Mutter und ihren ein Jahr jüngeren Lebensgefährten. Am 31. Januar war die Zweijährige an einer Bauchfellentzündung als Folge eines Darmrisses gestorben, obwohl die Familie von zwei Familienhelferinnen zehn Stunden pro Woche betreut worden war. Strafbares Verhalten der Sozialarbeiter des Amtes oder des beauftragten freien Trägers habe man nicht erkennen können, hieß es. Die zwei Geschwister des toten Mädchens sind in einem Heim der Jugendhilfe untergebracht. Am Donnerstag hieß es, dass die Ämter grundsätzlich zu wenig Mitarbeiter hätten. In Pankow seien diese im Schnitt rund 50 Jahre alt, teilte Stadträtin Keil mit.

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