• Wachschützer geben sich Qualitätsnorm Sicherheits-Branche beklagt Preisdumping des Landes

Berlin : Wachschützer geben sich Qualitätsnorm Sicherheits-Branche beklagt Preisdumping des Landes

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Vor gut zwei Jahren war Hagen Saberschinsky als Polizeipräsident gegenüber der vom CDU-SPD-Senat eingesetzten „Expertenkommission Staatsaufgabenkritik" noch sehr skeptisch über die Privatisierung von polizeilichen Aufgaben. Gestern saß der Ex-Polizeipräsident als Vertreter der „SECURITAS Werkschutz GmbH Berlin“ in einer Tagung der pivaten Sicherheitsdienste und notierte eifrig, was ein Mitglied dieser Kommision der Branche als zukünftige Aufgabenfelder vorschlug. In der Kriminalprävention sollten sich die Privaten stärker engagieren, meinte der frühere Staatssekretär Jürgen Linde, bei Verkehrsaufgaben könnten sie die Polizei entlasten und bei der Bekämpfung von Alltags- und Straßenkriminalität „flächendeckende Präsenz zeigen".

In Berlin sind die Umsätze der privaten Sicherheitsanbieter zurück gegangen. Von rund 400 Millionen Mark im Jahre 1992 auf gerade einmal 150 Millionen Euro im letzten Jahr, beklagte Harald Olschok vom „Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen“ (BDWS). Ein Grund sei vor allem das Preisdumping der öffentlichen Hand. Um die Billiganbieter aus dem Feld zu schlagen, hat der BDWS jetzt eine Qualitätsnorm für seine Leistungen erarbeitet. Damit sei erstmalig festgelegt, welche Leistungen der Kunde für sein Geld erwarten dürfe. Das Problem sei gegenwärtig aber, dass die öffentliche Hand nicht bereit sei, selbst die geringste Sicherheitstufe und einen Stundensatz von 5 Euro zu zahlen, sagte BDWS-Vorstandsmitglied Franz Feuerstein. OD

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