Berlin : Waffenshops rechnen nicht mit Einbußen

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Ein Springmesser? Eines, wo die Klinge blitzschnell nach vorne herausspringt? Noch hat Nadja Wiedenhoff vom Waffengeschäft „Wiedenhoff“ im EuropaCenter so eines in der Auslage. Sogar im Angebot. Statt 31,50 nur 25 Euro. Doch verkaufen darf die Händlerin dieses Messer nur noch heute. Allenfalls für Touristen aus dem Ausland dürfte das scharfe Sonderangebot auch nach dem 1. April noch interessant sein. Für alle Inländer gilt dann das neue Waffengesetz.

Die Waffenverkäuferin Nadja Wiedenhoff muss ihre Kunden auf die neuen Bestimmungen aufmerksam machen. „Selten, dass sich jemand genau erkundigt, wie das nun ab April gehandhabt wird“, sagt sie. „Die meisten kaufen die Waffe und machen dann sowieso, was sie wollen.“ Dass sie künftig weniger Waffen verkaufe, glaubt sie nicht. „Viel ändern wird sich für uns nicht.“ Der Jagdwaffen-Spezialist Hans Reuscher vom Waffengeschäft „Frankonia“ in der Friedrichstraße wartet immer noch auf die „konkreten Verordnungen“. Bislang wisse er lediglich, dass das neue Gesetz ab April gilt, dennoch seien Fragen offen. „Das Gesetz ist da, wie das im Einzelnen angewandt wird, wissen wir nicht. Mir war bisher nicht einmal klar, wie teuer ein kleiner Waffenschein ist. Die Beamten, die ich gefragt habe, müssen sich jetzt erst in die Materie einarbeiten.“ tabu

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