Berlin : Wahl-Lexikon: Hochrechnungen

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Hochrechnungen: Unmittelbar nach Schluss der Wahllokale in Berlin werden im Fernsehen, Radio und im Internet erste Hochrechnungen präsentiert, die auf Stichproben der bereits ausgezählten Stimmen beruhen und dem amtlichen Wahlergebnis schon sehr nahe kommen. Im Gegensatz zu repräsentativen Meinungsumfragen widerspiegeln Hochrechnungen das tatsächliche Stimmverhalten der Wähler, allerdings versehen mit einem statistischen Unsicherheitsfaktor. Nur bei Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen zwei Parteien oder wenn eine Partei knapp über oder unter der Fünfprozenthürde liegt, helfen die hochgerechneten Wahlergebnisse manchmal nicht weiter.

Kommunales Wahlrecht für EU-Ausländer: Seit 1995 dürfen in Berlin lebende Ausländer an den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen teilnehmen, wenn sie einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union angehören. Grundlage dafür ist der Maastricht-Vertrag von 1992. Bei den Neuwahlen am 21. Oktober sind etwa 60 000 EU-Ausländer wahlberechtigt. Sie dürfen sich auch wählen lassen: in die Bezirksverordneten-Versammlung, zum Stadtrat oder Bezirksbürgermeister. Italiener, Griechen, Briten und Franzosen bilden in Berlin die größten Gemeinden. An den Berliner Bezirkswahlen im Jahre 1999 nahmen allerdings nur 17,9 Prozent der wahlberechtigten EU-Ausländer teil.

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