Wahl zum Abgeordnetenhaus : AfD kommt in Umfragen auf zehn Prozent

In Berlin wird im September gewählt. In den neuesten Umfragen kommt die AfD in der Hauptstadt auf zehn Prozent. Die Piraten wären nicht mehr im Parlament vertreten.

Regierenden Bürgermeister Michael Müller
Auch die SPD mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller verliert an Zustimmung.Foto: dpa

Die rot-schwarze Koalition in Berlin verliert einer Umfrage zufolge an Zustimmung. Wie die RBB-„Abendschau“ am Donnerstagabend berichtete, kommt die SPD knapp sieben Monate vor der Abgeordnetenhaus-Wahl bei der Sonntagsfrage auf 25 Prozent und die CDU auf 21 Prozent. Das sind im Vergleich zu der vergangenen Umfrage vom November jeweils zwei Punkte weniger.

Laut der Wahltrend-Umfrage des Rundfunk Berlin-Brandenburg und der „Berliner Morgenpost“ liegt die Alternative für Deutschland (AfD) mit zehn Prozent erstmals bei einem zweistelligen Wert (plus ein Punkt) und wäre damit neu im Abgeordnetenhaus vertreten. Die Grünen und die Linken in der Opposition legen jeweils um zwei Punkte zu, sie erreichen in der am Donnerstagabend veröffentlichten Umfrage 19 beziehungsweise 16 Prozent. Die FDP liegt demnach bei vier Prozent. Die Piraten wären dieser Umfrage zufolge nicht mehr im Parlament vertreten.
Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap befragte vom 18. bis 23. Februar 2016 insgesamt 1004 wahlberechtigte Berliner für die repräsentative Umfrage. In der deutschen Hauptstadt wird am 18. September gewählt.
In der Januar-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der „Berliner Zeitung“ hatte die SPD 29 Prozent und die CDU 20 Prozent erreicht. Die Grünen kamen auf 18 Prozent, die Linke auf 15 und die AfD auf sieben Prozent. Tsp
Das Politikbarometer im Netz beim RBB finden Sie hier.