• Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin: Test bestanden: Die Wahlsoftware ist arbeitsfähig

Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin : Test bestanden: Die Wahlsoftware ist arbeitsfähig

Eine Testwahl in Mitte lief gut. Vor vier Wochen zweifelten Viele noch an einer ordnungsgemäßen Wahl.

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Am 18 September soll in Berlin gewählt werden. Ob das klappt?F Foto: dpa
Am 18 September soll in Berlin gewählt werden. Ob das klappt?FFoto: dpa

Eine Testwahl im Bezirk Mitte ist so positiv verlaufen, dass Landeswahlleiterin Petra Michaelis-Merzbach jetzt von „einer ordnungsgemäßen Wahl am 18. September“ ausgeht. Ein neues Update für die Software VOIS (gekoppelt an das Spezialprogramm Votemanager), das am Mittwoch aufgespielt wurde, habe viele Probleme behoben. „Die Mitarbeiter, die die neue Version getestet haben, halten das System jetzt für arbeitsfähig“, sagte die Landeswahlleiterin am Freitag dem Tagesspiegel nach einer mehrstündigen Auswertung des Softwaretests.

Geprüft wurde am Donnerstag vor allem, ob die Wahlscheine korrekt dargestellt und ausgedruckt und die Wahlverzeichnisse korrekt geführt werden. Das kriegt die Software nun offenbar hin und auch die zeitliche Performance hat sich deutlich verbessert. „Auch wenn es hier und da noch Optimierungsbedarf gibt“, so Michaelis-Merzbach.

Massentest in allen Berliner Bezirken

Eine ähnliche Überprüfung der Software wird am kommenden Mittwoch in Reinickendorf stattfinden. Und in der übernächsten Woche gibt es noch einen „Massentest“, an dem alle Bezirke teilnehmen. Sollte dann alles funktionieren, dürfte den Abgeordnetenhaus- und Bezirkswahlen in zwei Monaten nichts mehr im Wege stehen.

Die Landeswahlleiterin lobte die Fortschritte, die in Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden und Unternehmen gemacht wurden, seitdem sie vor vier Wochen einen Brandbrief an die Senatsinnenverwaltung schickte und davor warnte, dass ordnungsgemäße Wahlen in Berlin gefährdet sein könnten.

Seitdem treffen sich alle Beteiligten – Landeswahlleiterin, Bezirke, Innenverwaltung, Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten sowie die Software-Firmen HSH und regio iT – wöchentlich. Ein Problem bleibt: Es fehlen noch etwa 1500 ehrenamtliche Wahlhelfer.

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