Wahlbezirke : Friedrichshain-Kreuzberg

MENSCHEN UND BEZIRK



Die ehemaligen Ost-West-Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg wurden 2001 zusammengelegt. Ende Dezember 2008 waren im Bezirk 262 251 Einwohner registriert, darunter 60 417 Ausländer. Friedrichshain-Kreuzberg ist mit einer Quote von 23 Prozent in Berlin hinter Mitte (27,9 Prozent) der Bezirk mit dem zweithöchsten Ausländeranteil. Mit einer Fläche von 2016 Hektar ist Friedrichshain-Kreuzberg der kleinste Berliner Bezirk (Gesamtfläche Berlin 89 100 Hektar).


HISTORISCHES

Friedrichshain gliederte sich in die Gebiete Boxhagen, Frankfurter Vorstadt, Stralau. Die Stadtgrenze verlief vor 1920 auf Höhe der Warschauer Straße. Kreuzberg setzte sich aus der Tempelhofer Vorstadt, der oberen Friedrichsvorstadt, südlichen Friedrichstadt und der Luisenstadt zusammen. Benannt wurde der Bezirk nach dem 66 Meter hohen Kreuzberg.


KURIOSES

Seit 1998 findet eine Gemüse- oder Wasserschlacht auf der Oberbaumbrücke zwischen Kreuzbergern und Friedrichshainern statt. Bei der parodistischen Veranstaltung bezichtigen sich die Bewohner des fusionierten Bezirks gegenseitig, „besetzt“ worden zu sein. Als „Waffe“ ist alles erlaubt, was glitschig und matschig ist.


SOZIALSTRUKTUR

Der Bezirk hat eine Arbeitslosenquote von 17,1 Prozent (Berlin 14,4 Prozent). Das Nettoeinkommen pro Einwohner und Monat beträgt 800 Euro (Berlin 925 Euro im Durchschnitt).

BEZIRKSPOLITIK

Bei den BVV-Wahlen 2006 siegten die Grünen mit 33 Prozent vor der SPD (25,6 Prozent) und den Linken (16,5 Prozent). Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) hat berlinweit das einzige dunkelrot-grüne Bündnis auf kommunaler Ebene initiiert. (sib)

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