Berlin : Wahlen in Berlin: Wie viele Zuwanderer benötigt, wie viele verträgt Berlin?

Klaus Wowereit: Berlins Bevölkerung geht zurück. Wir sind auf Zuwanderung angewiesen, die zur wirtschaftlichen Entwicklung beiträgt. Dazu gehört, dass wir Arbeitslose für den Arbeitsmarkt qualifizieren. Der Entwurf des Zuwanderungsgesetzes der Bundesregierung ist eine Chance für eine echte Einwanderungspolitik. Dafür müssen wir das gesellschaftliche Bewusstsein schaffen.

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Frank Steffel: Wir vertragen so viel Zuwanderer, wie wir integrieren können. Zuwanderung muss begrenzt und kontrolliert bleiben. Zuwanderung ja, Parallelgesellschaft nein. Zuwanderer müssen Deutsch lernen, um sich in die Gesellschaft und die Arbeitswelt integrieren zu können. Wir können aber nicht jeden Engpass am Arbeitsmarkt mit Zuwanderung lösen.

Gregor Gysi: Berlin war und ist eine Einwanderungsstadt. Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher kultureller Einflüsse macht die Stadt reicher und reizvoller. Ich empfinde Zuwanderung als Chance. Sie ist volkswirtschaftlich sinnvoll, aber in vielen Fällen auch ein Gebot der Menschlichkeit. Die Hauptaufgabe bleibt aber die Integration.

Sibyll Klotz: Wie alle Metropolen braucht Berlin Einwanderung aus wirtschaftlichen und kulturellen Gründen. Nur wirklich "offene" Städte werden in Zukunft die Nase vorn haben. Bis 2015 braucht Berlin allein 250 000 Einwanderer, um den Arbeitskräftebedarf zu decken. Zugleich müssen aber die hier lebenden MigrantInnen besser integriert werden.

Günter Rexrodt: Berlin muss sich um den Zuzug der besten Köpfe aus der ganzen Welt bemühen, um die Attraktivität der Stadt zu sichern. Zuwanderung muss sich aber immer an den Notwendigkeiten der Stadt und ihrer Integrationsfähigkeit orientieren. Dafür braucht Deutschland insgesamt ein Zuwanderungsgesetz, das Höhe und Art der Zuwanderung flexibel regelbar macht.

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