• Wahlkämpfer von CDU und SPD streiten darum, wer sich am glaubwürdigsten für das bedrohte Krankenhaus einsetzt

Berlin : Wahlkämpfer von CDU und SPD streiten darum, wer sich am glaubwürdigsten für das bedrohte Krankenhaus einsetzt

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Lokale Wahlkämpfer von CDU und SPD streiten darum, wer sich am glaubwürdigsten für die Zukunft des von Schließung bedrohten Krankenhauses Moabit einsetzt. CDU-Generalsekretär Volker Liepelt, Direktkandidat im Krankenhaus-Wahlkreis Tiergarten-Nord, verspricht die Rettung der Klinik, dessen komplette Abwicklung Senat und Krankenkassen im Frühjahr beschlossen hatten. Liepelts SPD-Konkurrentin um das Tiergartener Mandat, Jutta Schauer-Oldenburg, hält dem Unionsmann hingegen "unseriösen Stimmenfang" vor: "Herr Liepelt ist als führender CDU-Politiker für die Entscheidung gegen Moabit mitverantwortlich." Frau Schauer-Oldenburg war selbst langjährig in Moabit beschäftigt und initiierte nach dem Senatsvotum gegen das Krankenhaus mit Kollegen ein mehrwöchiges "Protest-Fasten".

Die Klinikleitung freut sich indes über "alles, was unser Überleben sichern hilft", so Verwaltungschefin Helga Lachmund. Gegen die Senatsabsicht, das Haus Ende 2001 zu schließen, ziehe man vor Gericht. Zudem habe man ein Zukunftskonzept erarbeitet, dass zum Beispiel ambulante Rehabilitation als neues Angebot vorsieht.

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