Wahlprogramme im Überblick : Acht Fragen für ein Kreuz

Am Sonntag haben die Berliner die Wahl. Sie haben bisher keine Wahlprogramme gelesen? Wir lichten den Dschungel und zeigen, wofür die sechs aussichtsreichsten Parteien stehen, was sie durchsetzen wollen und was sie ablehnen.

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Vom Roten Rathaus aus wird die Hauptstadt auch in den nächsten fünf Jahren regiert werden. Aber was haben die zur Wahl stehenden Parteien vor?
Vom Roten Rathaus aus wird die Hauptstadt auch in den nächsten fünf Jahren regiert werden. Aber was haben die zur Wahl stehenden...Foto: dpa

Bühne frei für den Souverän: Mehr als 2,4 Millionen Berliner können am kommenden Sonntag darüber abstimmen, welche Parteien in den kommenden fünf Jahren im Abgeordnetenhaus die Geschicke der Stadt lenken sollen. Die Bürger haben die Wahl – und die Qual der Entscheidung.

Wer vertritt meine Interessen am besten, wer sorgt für mehr Sicherheit auf den Straßen, wer kämpft für die Verlängerung der Stadtautobahn A100? Viele Wahlprogramme durchforsten, Hunderte von Seiten mit gewöhnungsbedürftiger Politlyrik lesen, und dann auch noch miteinander vergleichen – das tut sich kaum ein Berliner an.

Der Tagesspiegel versucht, die Entscheidung zu erleichtern. Wir haben zusammengestellt, was die vom Tagesspiegel in den letzten beiden Wochen zur Diskussion eingeladenen Spitzenkandidaten der aussichtsreichsten Parteien zur Lösung acht zentraler Probleme Berlins vorzutragen haben. Was sie erwarten dürfen, wenn sie am Sonntag bei einer Partei ihr Kreuz machen, erfahren Sie hier im Überblick.

Die SPD will die Berliner Wasserwerke zurückkaufen – jedoch nicht um jeden Preis. Der Ausbau der A100 ist für sie Grundvoraussetzung für eine Koalition. Acht Fragen an Klaus Wowereit.

Für die Linke ist eine neue Mietpolitik das zentrales Anliegen, sollte die Partei nochmals mit der SPD koalieren. Die Serie der Autobrandstiftungen ist mit Polizeipräsenz nicht zu bewältigen. Acht Fragen an Harald Wolf.

Die Grünen wollen die Berliner Wirtschaft ökologisieren. Die Partei lehnt die A100 ab und hält den Verkauf der Berliner Wasserbetriebe für einen kapitalen Fehler. Acht Fragen an Renate Künast.

Die CDU will 250 Polizisten einstellen. Sie will das Gymnasium erhalten und die Stadtautobahn A100 weiterbauen lassen – dazu aber auch die Berliner befragen. Acht Fragen an Frank Henkel.

Die FDP will keinen Law-and-Order-Staat. Vom Ordnungsamt fordert sie weniger Knöllchen – und mehr Einsatz gegen Hundekot und Grafitti. Acht Fragen an Christoph Meyer.

Für die Piratenpartei lautet das Zauberwort Transparenz. Die fordert die Partei auch für Verträge zwischen der Berliner S-Bahn und dem Land. Hundekot und Graffiti kein Thema. Acht Fragen an Andreas Baum.

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