Wahlwerbung? : Die Angst-Postille im Briefkasten

Viele Berliner wunderten sich. Zehn Seiten Angst lagen im Briefkasten. Und eine Wahlempfehlung: für die AfD.

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Hatten Sie das auch im Briefkasten?
Hatten Sie das auch im Briefkasten?Foto: Tsp

Ein „Extrablatt für die Wahl zum Abgeordnetenhaus“ lag am Mittwoch in Berliner Briefkästen, gratis verteilt vom „Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“.

Zu lesen gibt es zehn Seiten Angst: vor „millionenfacher Masseneinwanderung“,  „steigender Ausländerkriminalität“ und „deutschenfeindlicher Gewalt“. Dazu eine Wahlempfehlung: für die AfD.

Über den Absender (mit Postfachadresse in Stuttgart) ist ebenso wenig zu erfahren wie über die Geldquellen des Vereins. Auch von der AfD nicht.

„Wir sprechen die Sprache der ganz normalen Menschen“, sagt Berlins AfD-Spitzenkandidat Georg Pazderski – „hart durchgreifen“ will der Oberst a.D. als „oppositionelle Kraft“ gegen die „Einheitspartei SPDCDUGRÜNLINKS“. Auf normaldeutsch: „Beschreiben. Analysieren. Einer Lösung zuführen.“ 

Entnommen aus dem aktuellen Tagesspiegel Checkpoint. Den können Sie abonnieren unter www.tagesspiegel.,de/checkpoint

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Lesen Sie mehr im Tagesspiegel, I: Ein Koalitionsangebot an die AfD ist obszön: Dass der Berliner CDU-Politiker Peter Radunski zu einer Koalition mit der AfD rät, hat taktische Gründe. Trotzdem kann man in der gegenwärtigen Lage nicht gemeinsame Sache machen mit der Partei. Ein Kommentar von Lorenz Maroldt

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Lesen Sie mehr im Tagesspiegel, II.: Wie die CDU in Berlin mit der AfD umgehen will - Mit der AfD kooperieren? Die Berliner CDU lehnt diesen Vorschlag von Peter Radunski fast geschlossen ab. Doch in den Bezirken könnte es bei AfD-Erfolgen kompliziert werden.

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Lesen Sie mehr im Tagesspiegel, III: 900.000 Berliner bekommen Post - von Michael Müller.

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