Wahnsinn im Wechsel : Neuer Tagesspiegel-Blog: „Unsere kleine Straße“

Mysteriöse Schützengräben. Gegen wen will sich die Straße verteidigen?
Mysteriöse Schützengräben. Gegen wen will sich die Straße verteidigen?Foto: lsp

Der Gemüseladen hat dichtgemacht, die Galerie öffnet bald, nachts brüllt der Nachbar, morgens zwitschern die Vögel – und dazwischen spielt irgendjemand wunderschön Saxofon. Jede Straße in Berlin hat ihre eigenen Geschichten, den ganz normalen Wahnsinn zwischen Kampfhunden und Kitagruppen. In einem neuen Blog schreiben die Tagesspiegel-Mitarbeiter Jan Oberländer und Lars Spannagel ab sofort auf, was in ihrer Straße so alles passiert. Die beiden wohnen Tür an Tür in Kreuzberg und berichten unter dem Titel „Unsere kleine Straße“ im Stadtleben-Blog auf Tagesspiegel Online im Wechsel darüber, was ihnen auffällt – und was das alles für sie selbst und die Stadt als Ganzes bedeuten könnte.

Die Straße ist nicht lang, dafür ist immer etwas los. Dafür sorgen unter anderem: ein Tätowiersalon, eine Hinterhof- Moschee, ein Pornokino, ein Bäcker (türkisch), eine Weinhandlung (spanisch), eine Möbelwerkstatt (lesbisch), drei Friseure (arabisch, arabisch, schwul), eine obskure Kellerbar (kubanisch?), ein Restaurant (schwäbisch) und ein Fahrradladen (chaotisch). Dazu kommen die alteingesessenen und frisch zugezogenen Anwohner, die breit bereifte Kundschaft der beiden Automatencasinos und die stetig steigende Zahl der ratlosen Touristen, die auf der Suche nach der Bergmannstraße falsch abgebogen sind. Man spürt, dass sich der Kiez wandelt. Dabei sind Straßen eigentlich wie kleine Kinder: Sie mögen keine abrupten Veränderungen.

In der ersten Folge fragt sich Lars Spannagel, wieso plötzlich Schützengräben in die Bürgersteige gewühlt werden. Gegen wen will sich die Straße verteidigen? Und was sind das für mysteriöse Kabel, die überall aus dem Boden ragen? Jan Oberländer wird darüber nachdenken. Und antworten.

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