Wahrzeichen von Berlin-Köpenick : Neue Hoffnung für den Müggelturm

Der Müggelturm hat einen neuen Eigentümer. Der will aus dem verfallenen Gebäude ein attraktives Ausflugsziel machen - mit Restaurant und Swimmingpool.

von und Livia Gerster
Der etwa 30 Meter hohe Müggelturm soll renoviert werden. Von oben kann man kilometerweit über Berlin und Brandenburg blicken.
Der etwa 30 Meter hohe Müggelturm soll renoviert werden. Von oben kann man kilometerweit über Berlin und Brandenburg blicken.Foto: promo

Italienisches Restaurant, Räume für Trauungen, Event-Zentrum mit Swimmingpool: Der Müggelturm in Köpenick soll wieder eine Zukunft haben.

Seit dem 1. Mai ist der Köpenicker Unternehmer Matthias Große offiziell Eigentümer des Aussichtsturms in den Müggelbergen sowie der umliegenden 6000 Quadratmeter Waldfläche. Er will das verfallene Areal sanieren und wieder zu einem Anziehungspunkt für Besucher aus Berlin und der Region machen.

Der Neuanfang wird gefeiert

Der Neustart wurde am Donnerstag schon mal gefeiert. Hunderte Besucher wanderten hinauf zum Turm, wo es Musik und Grillwürste gab. Der 46-jährige Große hatte zusammen mit seiner Freundin, der Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, zum Maifest eingeladen.

Einst das Wahrzeichen von Köpenick, ist der 1961 gebaute Aussichtsturm nach der Wende verfallen. Zuletzt besaß ihn ein Krefelder Investor, der aber nichts unternahm. Deshalb musste er das Gebäude nach einem Rechtsstreit ans Land zurückgeben. Nach mehreren gescheiterten Privatisierungsversuchen sieht nun alles danach aus, dass der neue Anlauf mit Matthias Große glückt.

Eine Ruine, noch
Hell und modern - so soll der Müggelturm mal aussehen. So plant es jedenfals Investor Matthias Große, Freund von Eisschnelläuferin Claudia Pechstein.Weitere Bilder anzeigen
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11.06.2011 16:49Hell und modern - so soll der Müggelturm mal aussehen. So plant es jedenfals Investor Matthias Große, Freund von Eisschnelläuferin...

Ein Vorläufer des Aussichtsturms stand schon im 19. Jahrhundert auf dem kleinen Müggelberg. Seitdem kommen Besucher nach Köpenick, um die Aussicht über die Wälder und den Müggelsee zu genießen.

Auch ein kleines historisches Museum gab es früher, die Sammlungen gingen allerdings im Zweiten Weltkrieg verloren. In der DDR wurde der über die Jahre baufällig gewordene Turm neu gebaut und 1961 eröffnet. Mit Restaurant, Weinstube und Terrasse war der Turm ein Besuchermagnet. Mit der Wende geriet er jedoch in Vergessenheit.

Ausflugsziel und Veranstaltungsort

Das will Matthias Große nun ändern und den 29 Meter hohen Turm komplett sanieren. Neben Restaurant und Pool soll das Areal vor allem Raum für Veranstaltungen bieten: Auf der großen Sonnenterrasse können Sommerfeste gefeiert werden, drinnen ist genug Platz für Abiturbälle, die kleineren Räume eignen sich für Lesungen und Talk-Runden.

Immobilienunternehmer Große, der aktuell die Wuhlepassagen mit Büros und Wohnungen im Zentrum von Köpenick plant, will noch 2014 mehrere Millionen Euro investieren.

Dann hat Köpenick wieder sein Wahrzeichen.

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