Berlin : Wann Ruhe sein muss: Richter reden mit

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OPEN AIR, OPEN END? DIE STADT STREITET ÜBER DIE SPERRSTUNDE

Lauschige Kneipenabende im Freien und „bis in die Puppen“ wie hier am Kollwitzplatz – in Berlin sind sie in Gefahr. Und in der Krossener und GabrielMax-Straße in Friedrichshain sogar schon per Gerichtsbeschluss beschnitten: Nur noch bis 22 Uhr dürfen dort Gäste im Freien bedient werden. Anwohner hatten sich über den Lärm beschwert und Eilrechtsschutzanträge gestellt. Das Bezirksamt hatte den betreffenden Gaststätten den Straßenausschank wochentags bis 23 Uhr, am Wochenende bis Mitternacht erlaubt – rechtswidrig, befand das Gericht. Inzwischen machen auch in anderen Bezirken Anwohner gegen nächtlichen Kneipenlärm mobil – in der Pariser Straße in Wilmersdorf, der Großen Hamburger in Mitte, der Wiener Straße in Kreuzberg und der Kopenhagener in Prenzlauer Berg. Sie berufen sich auf die Lärmverordnung, die Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr vorschreibt. In dieser Zeit darf der Lärmpegel von 40 Dezibel nicht überschritten werden. Dies gilt auch für Lokale, es sei denn, sie haben eine Sondererlaubnis, nach 22 Uhr Tische und Stühle raus zu stellen. (Foto: dpa) hema

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