• Warnschüsse vor der Jugendstrafanstalt Plötzensee Polizeieinsatz nach versuchter Gefangenenbefreiung

Berlin : Warnschüsse vor der Jugendstrafanstalt Plötzensee Polizeieinsatz nach versuchter Gefangenenbefreiung

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Nach der versuchten Befreiung eines Festgenommenen und einer Verfolgungsjagd mit der Polizei sind am Sonnabend ein 20jähriger Libanese und sein 18-jähriger Bruder festgenommen worden.

Der 20-jährige Libanese war zuvor einem Justizwachtmeister in der Jugendstrafanstalt Plötzensee aufgefallen, weil er versucht hatte, mit einem griechischen Pass in das Gefängnis zu gelangen. Allerdings erkannte der Justizwachtmeister den Mann wieder, da dieser selbst schon in der Haftanstalt gesessen hatte. Er sei im August 2003 entlassen worden, sagte Justizsprecherin Andrea Boehnke. Der Wachmann rief die Polizei. Der Justizwachtmeister schloss den Libanesen bis zum Eintreffen der Polizei in der Besucherschleuse ein. Doch dort warteten bereits drei Männer, die von außen den Eingeschlossenen befreien wollten: Sie versuchten, die Eingangstür aufzuhebeln. Vergebens. Die Männer flüchteten. Die kurz darauf eingetroffenen Beamten nahmen den Libanesen zur Identitätsprüfung in die Gefangenensammelstelle in die Pankstraße mit. Dort angekommen, gelang es dem Mann zu flüchten. „Mehrere Männer, die möglicherweise auch zu dem Festgenommenen gehörten, warteten dort bereits und versuchten ihm – diesmal mit einem Auto – zur Flucht zu verhelfen“, sagte ein Polizeisprecher. Doch die Beamten konnten dies verhindern. Sie rannten den Flüchtenden hinterher und fassten zunächst den 18-jährigen Bruder des Libanesen. Danach gaben sie zwei Warnschüsse in die Luft ab. Kurz danach gelang es den Polizisten, auch den 20-Jährigen zu fassen.

Justizsprecherin Boehnke: „Er hat vermutlich den griechischen Pass benutzt, weil er mit seinem Namen und seinem Pass als Ex-Häftling nicht in das Gefängnis gekommen wäre.“ Was genau der Mann bei seinem Besuch vorhatte, ist derzeit noch nicht klar. Auch, weswegen der Mann eine längere Haftstrafe verbüßt hatte, konnte die Sprecherin gestern noch nicht mitteilen. tabu

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